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"Die getauschten Fächer"  Rita Baltz als Jitsuko 1 - Foto Gianni SartoTheaterLabor TraumGesicht

Das TheaterLabor TraumGesicht ist als gemeinnütziger Verein organisiert. Alle Informationen finden Sie auf www.theaterlabor-traumgesicht-ev.de.

Das Stück 2009:  Die getauschten Fächer
von Yukio Mishima*

 

 

"Die getauschten Fächer" Sabrine Gentsch als Hanko - Foto Gianni SartoNiclas Esters als Yoshio  Foto Gianni Sarto

 

 

 

 

 

 

 

Vom glücklichen Unglück - vom unglücklichen Glück

Das Stück ist ein Psychogramm von Abhängigkeiten, in das drei Personen verwickelt sind. Ein Stück, in dem Handlungen und Gefühle dialektisch gegeneinander ausgespielt, Liebesmuster in ihr Gegenteil verkehrt werden.

Ein Spiel von Täuschung und vermeintlicher Täuschung - von glücklichem Unglück - von Liebe als Besitz - ein Spiel von Starre / Isolation und Entrücktheit / Irrsinn. Es ist auch ein Stück von Leben und Tod und seinen phantastischen Umkehrungen, entstanden in einer entrückten Phantasie.

Die Personen sind unentrinnbar in ihren Mustern gefangen. Selbst Yoshio kann das raffinierte Spiel der Jitsuko nicht durchbrechen. Im entscheidenden Moment erkennt Hanako nicht mehr ihren Geliebten und damit ihre Chance. Das Warten wird nie aufhören, sie wird nie eine Erfüllung finden. – Warten ist Selbstzweck geworden, und zu ihrem eigentlichen „Glück“?

Die Hauptperson und der eigentliche Dreh- und Angelpunkt des Stücks ist Jitsuko, die gleich einer (Renaissance-)Herrscherin auf ihrem Thron ein machtpolitisches Spiel treibt und dabei die Fäden immer in der Hand behält.

Hanako wird entrückt auf ihrer “Insel”, wo es keine Zeit mehr gibt und man sie nicht braucht, bleiben. Auch Jitsuko hat ihr Ziel erreicht: Hanako ist „in Sicherheit“ – Der drohend über Hanakos Kopf schwebende Schal wird wahrscheinlich nie zum Einsatz kommen.

Das Stück ist in seinen Drehungen und Wendungen absolut (psycho-)logisch aufgebaut, und in seiner konsequenten Gestaltung von beängstigender Schärfe. H. D. - Dramaturgin

*Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg, Deutsch: Gerda von Uslar

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Aktualisiert am 17. Juli 2010. Copyright 2004 by TheaterLabor TraumGesicht e.V.

Schauspiel, ein Labor der Lebensentwürfe Monica Bleibtreu

Zitate aus den Fragebögen unserer Aufführungen am

Wie ist Ihre Meinung zum Inszenierungsstil?

...”Gleichzeitg fesselnd durch Gebärden, Kostüme und Sprache”...

...”Belebend mitreißend”...

...”ergreifend und virtuos”....

...”Total spannend, so differenziert und genau in Mimik und Haltung - ein Hochgenuss.”...

...”sehr ungewöhnlich und kurzweilig”...

...”Super, bin gespannt wie es weitergeht. Ich komme wieder!”...

Zitate aus den Fragebögen unserer Aufführungen am
15. und 16. Mai 09.

Was spricht Sie an?

... “Wirklich sehr, sehr schön. Kaum zu glauben. Und so halsbrecherisch gewendet...”

...”Mich hat besonders die Schlussszene, das Befreiende, angesprochen. Die übertrieben klare Darstellung und die gestochen, scharfe Sprache.” ...

...”Die Gefühle, Mimik, Gestik waren rein und unverfälscht wahrnehmbar.” ...

Was ist für Sie die Kernaussage unseres Stücks?

...”Man wartet auf wer weiß was und wenn es naht, ist man zu erschöpft es zu glauben und anzunehmen.” ...

...”Ein inhaltsleeres Leben musste gefüllt werden - Hatte das Warten Sinn?” ...

...”Das Erwarten kann so erfüllend sein, dass man die Erfüllung nicht mehr will, oder die Möglichkeit dazu nicht erkennt.” ...